Aktuell

„When the night has come“

Songs und Lieder zur Nacht mit Matthias Klink und Band in die Schwabenlandhalle verlegt – daher Umtausch von Karten nötig

Das zweimal verschobene Konzert mit Matthias Klink, Natalie Karl und der Bluesband JABB findet statt – wie geplant am Samstag, 10. Juli 2021, und mit zwei Vorstellungen um 17 Uhr und um 19.30 Uhr. Allerdings nicht wie ursprünglich vorgesehen in der Alten Kelter, sondern im Hölderlinsaal der Schwabenlandhalle. Grund für den Umzug ist die Einrichtung eines Impfzentrums in der Alten Kelter, höhere Gewalt sozusagen, „denn das Impfen hat in der weiter andauernden Pandemie-Situation natürlich Vorrang. Dafür haben wir Verständnis“, so die Vorsitzende der veranstaltenden Kulturgemeinschaft Christa Linsenmaier-Wolf. Um Verständnis bittet sie auch all diejenigen, die bereits Karten erworben haben, dafür, dass die Karten umgetauscht werden müssen. Der Saalplan mit den Platznummern der Kelter ist nicht auf den Hölderlinsaal übertragbar. Man hatte auch freie Platzwahl überlegt, „aber im Hinblick auf den Infektionsschutz scheinen uns feste Plätze die bessere Lösung“, so die Vorsitzende, auch wenn sie einen Mehraufwand für alle Beteiligten bedeutet. Vorteil der Spielortwechsels ist eine bessere Akustik und mehr Platz im Hölderlinsaal. Deshalb besteht unter Umständen die Möglichkeit, weitere Karten zu verkaufen.

Umtausch und Verkauf weiterer Plätze sollen in zwei Stufen geschehen. Wer bereits Karten erworben hat, möge diese bitte zwischen 28. Juni und 2. Juli beim i-Punkt umtauschen und hat damit die erste Wahl, wobei die Abstände gute Sicht im ganzen Saal ermöglichen. Der Verkauf weiterer 100 Karten pro Vorstellung startet eine Woche später am 5. Juli, sofern die Inzidenz weiterhin stabil bleibt.

Kulturgemeinschaft und Mitwirkende sind froh, das Programm endlich verwirklichen zu können, denn es ist in vielfacher Hinsicht etwas Besonderes. Das „Nacht“-Programm versammelt legendäre Titel der Pop-Geschichte (von Ben E. King, den Beatles, den Stones bis hin zu Joan Baez und Eric Clapton) ebenso wie klassische Lieder, Opern-Arien und Musical-Melodien. Geheimnisvoll, leidenschaftlich, besinnlich, melancholisch dunkel – die Stimmungen, die sich mit der Nacht verbinden, sind so vielfältig wie die Musik, die ihr gewidmet ist. Die Band JABB gründete Matthias Klink 2018. Nur wenige wussten bis dato, dass der „Opernsänger des Jahres 2017“ im Geheimen auch passionierter Blues-Rock-Gitarrist ist. Die Mitglieder der Band rekrutierte er aus dem Graben des Staatsorchesters Stuttgart. Später wurde die Kernband aus Matthias Klink, Jürgen Spitschka, Drums, Manuel Schattel, Bass, und Michael Rathgeber, Saxophon, um die Sängerin Natalie Karl und den Gitarristen Frank Müller ergänzt: Sie, Verdi-Sopran mit Soulfeeling, Er, Klinks Jugendfreund und Schulbandkollege aus Ur-Schmidener Zeit. Special Guest ist der Pianist Frédéric Sommer, der am E-Piano musikalische Fäden durch das Programm flicht. Das Konzert wird von der Kreissparkasse Waiblingen gefördert.

Umtausch bereits erworbener Karten ab Montag, 28. Juni 2021, beim i-Punkt (Telefon 0711/58 00 58), jeweils im bisherigen Zeitfenster. Neuverkauf von Karten voraussichtlich ab 5. Juli ebenfalls beim i-Punkt. Es wird nochmals zeitnah informiert auch zur Frage, ob bis dahin ein Nachweis über geimpft, bzw. getestet weiterhin nötig ist.

 

Literatur und Musik auf dem Alten Friedhof

Gedichte von Liebe und Tod – von Gryphius bis Gernhardt, mit Marcus Michalski, Anuschka Herbst und Frank Eisele

Der Alte Friedhof ist einer der schönsten und lauschigsten Orte in Fellbach. Er wurde angelegt, kurz bevor Georg Conrad Maickler als Pfarrer nach Fellbach kam, weil der alte Kirchhof bei der Lutherkirche zu klein geworden war für den wachsenden Flecken aber auch für die vielen Toten, die in jener Zeit der grassierenden Pest zum Opfer fielen. Die Stadt Fellbach pflegt die alten Gräber, um den Friedhof auch in seiner historischen Bedeutung zu erhalten. Passend zum Ortjubiläum und zu dieser besonderen Bühne hat Christa Linsenmaier-Wolf für die Kulturgemeinschaft Fellbach ein Programm zusammengestellt mit Gedichten von Liebe und Tod – von Walther von der Vogelweide über Barockdichter wie Gryphius bis hin zu Zeitgenossen wie Robert Gernhardt.

Am Sonntag, 11. Juli, um 18 Uhr, nimmt die musikalisch begleitete Lesung die Besucherinnen und Besucher mit auf eine fesselnde Reise durch verschiedene Epochen und Stimmungen – von getragen-feierlich bis ironisch, von nachdenklich bis amüsant. Liebe und Tod sind nicht nur Ankerpunkte unserer Existenz, sondern auch zentrale Motive der Literatur. Um ihnen Ausdruck zu verleihen, fanden Dichter zu allen Zeiten die schönsten und die dunkelsten Töne. Im Barock antworteten Andreas Gryphius, Paul Fleming oder Martin Opitz auf die Not ihrer Zeit mit berührender Nachdenklichkeit. Matthias Claudius stiftet mit seinen eingängigen Versen Trost und vermittelt das Gefühl transzendentaler Geborgenheit. Heinrich Heine changiert zwischen bissig und romantisch, in der Poesie Goethes oder Mörikes sind Liebe und Tod nicht selten verschwistert. Liebesglück spielt in der Lesung ebenso eine Rolle wie Verlust und Verrat (etwa in Eichendorffs „Zerbrochenem Ringlein“). Sachlich-distanziert kommentierten Bertolt Brecht, Erich Kästner und Mascha Kaleko die Wankelmütigkeit von Liebenden und die Vergänglichkeit der menschlichen Existenz.

Den Zuhörern werden einige der Gedichte bekannt sein, denn es sind „Greatest Hits“ der Lyrikgeschichte darunter, wie etwa Goethes „Erlkönig“, sein „Heidenröslein“ oder Bert Brechts „Erinnerung an die Marie A.“ Ebenfalls vertraut sind etliche der Melodien, mit denen Frank Eisele den bunten Strauß an Gedichten wunderbar passend zusammenbindet: ob „Ännchen von Tharau“ in der Vertonung von Silcher, „Der Tod und das Mädchen“, angelehnt an Schubert, oder „Befiehl du deine Wege“ nach Telemann. Kontrapunkte setzen etwa „Dance me to the end of love“ nach Leonard Cohen, Tango von Astor Piazolla oder Puszta-Fox-Klänge.

Der Akkordeonist Frank Eisele hat bereits mehrfach in Fellbach aufgespielt. Die ausdrucksstarken Schauspieler, die die Texte einstudiert haben, sind erstmals in Fellbach zu Gast. Marcus Michalski ist nach Stationen am Theater tri-bühne und Staatstheater Stuttgart Ensemblemitglied der Württembergischen Landesbühne Esslingen und Sprecher für den SWR. Anuschka Herbst spielte große Rollen an Stuttgarter Bühnen, u.a. am Theater Rampe, am Alten Schauspielhaus und an der tri-bühne. Frank Eisele ist für seine Interpretationen von Tangos, Musette-Walzern und Klezmer bekannt. Der Eintritt kostet 15 €, für Mitglieder 12 €, Schüler, Studenten 6 €. Die Besucherzahl ist wegen der Örtlichkeit und der weiterhin geltenden Abstandsregeln begrenzt. Karten sind ab 21. Juni beim i-Punkt erhältlich, Telefon 0711/58 00 58. Es gilt die dann aktuelle Corona-Verordnung. Bei Dauerregen findet die Veranstaltung in der Musikschule statt.

 

Veranstaltungsreihe zum Ortsjubiläum

Am Donnerstag, 17. Juni, 19 Uhr, beginnt in der Lutherkirche unsere kleine Reihe „Meister ihres Fachs“, die wir eigens für das Ortsjubiläum geplant haben. Sie wird sich mit drei historisch bedeutsamen Persönlichkeiten beschäftigen mit Bezug zu den Ortsteilen Alt-Fellbach, Schmiden und Oeffingen. Für einen Vortrag über „Georg Conrad Maickler und seine Zeit“ konnten wir Yara Stauch und Elea Wolf, zwei Schülerinnen des Friedrich-Schiller-Gymnasiums, gewinnen, die gerade ihr Abitur hinter sich gebracht haben und trotzdem bereit waren, sich einzubringen. Sie haben eine Präsentation vorbereitet, die den langjährigen Seelsorger an der Lutherkirche ins rechte Licht rücken wird. Er wirkte hier von 1610 bis 1647 in großer Treue für seine Gemeinde und stand den Menschen bei, die in großer Zahl der Pest und den Auswirkungen des Dreißigjährigen Kriegs zum Opfer fielen. Zudem war er ein weithin anerkannter gelehrter Dichter, der auf Lateinisch schrieb und den Ehrentitel „Poeta Laureatus“ zuerkannt bekam. Spuren von ihm sind in der Lutherkirche (das Epitaph im Schiff, die Kreuzigungsgruppe in der Torhalle und die Maicklerglocke) zu finden. Ihm zu Ehren wurden eine Straße und das Maicklerschulzentrum benannt.
„Mich freut besonders, dass sich junge Menschen für das weit zurückliegende Thema und für Ortsgeschichte begeistern ließen“, schreibt die Vorsitzende Christa Linsenmaier-Wolf in einem Mitgliederbrief. Das ist nicht selbstverständlich. Herzlichen Dank auch an Ursula Teutrine vom Stadtmuseum, Lars Barzen, Geschichtslehrer am FSG, sowie der Lutherkirche Fellbach, namentlich Herrn Pfarrer Steinestel für die Zusammenarbeit. Ein besonderes Dankeschön gilt Brigitte Hess und Siegfried Bihler für die inhaltliche Unterstützung. Brigitte Hess hat in jungen Jahren mit ihrer Zulassungsarbeit für das Lehramt 1965 über „Magister Georg Conrad Maickler“ die bis heute grundlegende wissenschaftliche Publikation verfasst. Auch Siegfried Bihler hat seine Kenntnisse beigetragen.

Der Eintritt zum Vortrag ist frei. Dennoch müssen (und sollten) Sie sich bitte Eintrittskarten besorgen, denn die Teilnehmerzahl ist wegen der Abstandsregeln begrenzt. Karten gibt es ab Montag, 7. Juni, beim i-Punkt. Es gilt in jedem Fall Maskenpflicht. Ob ein Test benötigt wird (bzw. ein Nachweis über eine vollständige Impfung) klärt sich kurzfristig in Abhängigkeit von der Inzidenz. Informieren Sie sich einfach auf dieser Homepage.

 

Kultur  –  open air

Neuer Anlauf mit Hölderlin

„Aber wohin denn ich?“ – heißt passenderweise ein Vers aus Hölderlins Ode „Abendphantasie“, denn es ist ihm auch posthum nicht recht vergönnt, gewürdigt zu werden. Unser „Literarisches Lebensbild“ kann selbst beim dritten Anlauf nicht stattfinden. Den 15. Mai müssen wir streichen. Es ist ein Jammer. Was tun, war die bange Frage auch an die prominenten Mitwirkenden, die den langen Weg mitgegangen sind. Ein Streaming hielten wir im Falle Hölderlins nicht für angemessen. Deshalb wollen wir es noch einmal versuchen: am Sonntag, 29. August, um 18 Uhr – erneut im Hölderlinsaal der Schwabenlandhalle und voraussichtlich noch mit Abstandsregeln. Eigentlich sollten bis dahin die meisten geimpft sein…
Bereits erworbene Karten bleiben gültig. Wer absieht, dass er/sie andere Pläne hat, möge die Karten bitte bis Mitte Juni beim I-Punkt zurückgeben und bekommt den Eintritt erstattet oder kann ihn gegebenenfalls spenden. Ab Mitte Juli beginnt – auf Sichtweite zum Ereignis – der Weiterverkauf der restlichen Plätze.  Erfreulich ist, dass viele Interessenten unsere Online-Angebote aufrufen – eine kleine Entschädigung in dieser sonst dürftigen Zeit.

 

Lesung und Gespräch mit Iris Wolff gestreamt

Inzwischen vielfach ausgezeichnet wurde die Schriftstellerin Iris Wolff, die in der Reihe „Neuerscheinungen“ für Mittwoch, 28. April 2021, eingeladen war. Tatsächlich ist Iris Wolff am 28. April von Freiburg nach Fellbach gereist, ihren Roman „Die Unschärfe der Welt“ im Gepäck. Die Lesung fand nicht wie geplant vor Publikum in der Stadtbücherei statt, sondern wurde nachmittags im Rathausaal aufgezeichnet und ist seit Mittwochabend auf der Homepage der Kulturgemeinschaft  zu sehen  (Start per Mausklick auf das Bild).  Der Zugang ist kostenfrei.

Das Publikum an den Bildschirmen erlebt eine lebendige Stunde, in der sich Lesung und Gespräch mit Christa Linsenmaier-Wolf abwechseln. Iris Wolff hat viel zu erzählen. 1977 in Hermannstadt, Siebenbürgen, geboren, siedelte sie 1985 mit ihrer Familie nach Süddeutschland um. Zu der Zeit herrschte in Rumänien der berüchtigte spätstalinistische Diktator Ceausescu, dessen System der Bespitzelung und Unterdrückung in besonderem Maß die deutschsprachige Minderheit in Siebenbürgen und im Banat betraf. Von Zeitgeschichte geprägt und deshalb auch historisch interessant ist das gesamte bisherige Werk Iris Wolffs. Noch nie habe jemand „Geschichte so schön zum Schweben“ gebracht, schrieb die Stuttgarter Zeitung über „Die Unschärfe der Welt“. Über mehrere Generationen hinweg lässt die Autorin in bildkräftigen Schilderungen die bewegte Geschichte einer Familie im rumänischen Banat lebendig werden. Die Veranstaltung wird gefördert vom Deutschen Literaturfonds im Rahmen von „Neustart Kultur“ und vom Verlag Klett Cotta unterstützt

 

Planung als Geisterfahrt

Eigentlich wollte die Kulturgemeinschaft im Mai mit Vorträgen zu stadtgeschichtlichen Themen im Rahmen des Ortsjubiläums beginnen. Auf unserer Homepage war für 6. Mai der Vortrag des Kunsthistorikers Dr. Christian Schoen über die lombardischen Baumeistern Frisoni und Retti angekündigt, die in Oeffingen begraben liegen. Am 20. Mai sollte Dr. Martin Bauspieß aus Tübingen in der Dionysiuskirche über C.F. Baur sprechen, den berühmten Theologen, der im Schmidener Pfarrhaus geboren wurde. Beide Vorträge bilden zusammen mit einem Beitrag zu Maickler unsere Trilogie „Meister ihres Fachs“. Aber: die Entwicklung der Pandemie bietet Anlass zur Sorge. Und die Koppelung von Veranstaltungen an stabile Inzidenzwerte unter 100 macht die Planungen in nächster Zeit zu einer Geisterfahrt. Deshalb wollen wir noch ein bisschen abwarten, bis der Impffortschritt greift und der Sommer mit Sonne und steigenden Temperaturen das Virus hoffentlich schwächen wird. Die Originalvorträge, von langer Hand geplant, fallen deshalb nicht aus, sondern werden nur um ein paar Wochen verschoben. Am Donnerstag, 22. Juli, werden Sie Näheres über die italienischen Baumeister und ihre Kunst erfahren. Der Vortrag über Baur ist für 10. September vorgesehen. Unser nächster Flyer mit vielseitigem Programm wird deshalb erst im Mai erscheinen und die Monate Juni bis August umfassen. Die Hygienevorschriften und Abstandsregeln werden uns noch eine Weile begleiten, aber lassen Sie uns darauf hoffen, dass alles ein bisschen leichter wird.

 

 

„Architektur in der Stadtmitte“ verschoben

Die Dynamik der Pandemie hält die Kulturgemeinschaft in Trab. Der von langer Hand geplante Stadtspaziergang zum Thema „Architektur der Stadtmitte“ mit Dr. Eckart Rosenberger konnte leider nicht wie geplant am 24. April stattfinden. Die Nachfrage für die als Auftaktveranstaltung der Kulturgemeinschaft zum Ortsjubiläum geplante Veranstaltung war bereits stark. Gemeinsam mit dem ehemaligen Baubürgermeister Fellbachs und profilierten Experten für zeitgenössische Architektur wurde ein neuer Termin im Herbst gefunden, der voraussichtlich eine etwas größere Teilnehmerzahl und anschließende Einkehr in eine Lokalität zulässt: Samstag, 16. Oktober 2021, 14 Uhr. Nähere Informationen erfolgen zeitnah.

 

Livestream und Programmheft zum Liederabend

Für den Liederabend, den wir gemeinsam mit der Internationalen Hugo-Wolf-Akademie am 9. April veranstaltet haben, gibt es ein umfangreiches Programmheft zum Download. Ursprünglich für Publikum geplant, mussten wir ihn wegen Corona ins Internet verlegen.  Das Programmheft ist umfassend und enthält Informationen zu den jungen Interpreten ebenso wie die Texte der Lieder. Die Mehrzahl sind Mörike-Vertonungen von Hugo Wolf und erweisen wieder einmal die vielfältigen Facetten und Stimmungen, die Mörike poetisch zu zaubern verstand. Bei den jungen Gesangssolisten und ihren Begleitern am Klavier handelt es sich um vielfach preisgekrönte Interpreten, die Ihnen auch am Bildschirm zuhause ein Hörvergnügen bereiten werden. Für den guten Ton, der beim Streaming sonst nicht immer selbstverständlich ist, sorgte der SWR, der den Abend auch aufzeichnete.

 

 

Aufzeichnung der Vortragsveranstaltung mit Dr. Michael Blume

Rund 300 Interessierte haben am 28. Januar den Livestream der Vortragsveranstaltung  „Verschwörungsmythen in Corona-Zeiten“ mit Dr. Michael Blume an den Bildschirmen verfolgt. Vor  dem Antisemitismusbeauftragten des Landes  sprachen die Fellbacher Oberbürgermeisterin Gabriele Zull und die Vorsitzende der Kulturgemeinschaft Fellbach Christa Linsenmaier-Wolf. Der Vortrag fand im Rahmen der Reihe „Themen der Zeit“ im Programm der Kulturgemeinschaft in Zusammenarbeit mit der Stadt Fellbach und der Landeszentrale für politische Bildung statt. Er war ursprünglich als Präsenzveranstaltung geplant. Dr. Blume beantwortete zahlreiche Fragen des Publikums, die über das Internet in den Rathaussaal geschickt wurden.

Der promovierte Religions– und Politikwissenschaftler Michael Blume ist ein engagierter Vertreter des interkulturellen Dialogs. 2000 organisierte er das erste jüdisch-christlich-islamische „Abrahamsfest“ in Deutschland. Im Staatsministerium übernahm er 2015 die Leitung des „Sonderkontingents Nordirak“, das sich vor allem der Rettung jesidischer Kinder und Frauen aus dem Kriegsgebiet widmete. 2018 wurde er von der Landesregierung zum Antisemitismusbeauftragten ernannt und hat seitdem viel bewegt. 2019 publizierte er über die Frage „Warum der Antisemitismus uns alle bedroht“, worin er aufzeigt, wie neue Medien alte Verschwörungsmythen aufgreifen und so verstärken können, dass daraus Gefahren für die Demokratie erwachsen. Als aktuellen Beitrag zur Krise veröffentlichte er 2020 ein Buch zum Thema „Verschwörungsmythen – woher sie kommen, was sie anrichten und wie wir ihnen begegnen können“.

 

 

Lieder zur Nacht werden verschoben

Im Gespräch zwischen der Bundeskanzlerin und den Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten der Länder wurde am 3. März entschieden, dass vorerst weiterhin keine kulturellen Veranstaltungen stattfinden dürfen. Leider fiel dadurch der Pandemie erneut der für 12. März geplante wunderschöne Abend mit Matthias Klink, Natalie Karl und der Bluesband JABB zum Opfer. „Das tut mir in der Seele weh“, sagt Christa Linsenmaier-Wolf,  „denn das Programm ,Songs und Lieder zur Nacht‘ haben Matthias Klink und ich vor über einem Jahr ausgeheckt, es wurde eigens für die Kulturgemeinschaft konzipiert und ist künstlerisch bestens vorbereitet“. Mit dem strengen Hygienekonzept hätte sich die Kulturgemeinschaft  zugetraut, den Abend gut über die Bühne zu bringen, auch die Helferinnen und Helfer aus unseren Reihen standen bereit – nun soll es wieder nicht sein. Ersatztermin ist Samstag, 10. Juli 202. Bis zum  Sommer müssten wir auch mit dem Impfen Fortschritte gemacht haben….Beide Vorstellungen sind ausverkauft, was die vorläufige Absage noch schmerzlicher macht. Bereits erworbene Karten bleiben gültig. Wer die Karten beim i-Punkt zurückgeben möchte, sollte dies bitte bis zum 16. April 2021 tun. Sie bekommen in diesem Fall den Eintritt zurückerstattet.