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Mit einer großen Vorschau hat die Stuttgarter/Fellbacher Zeitung das Veranstaltungsprogramm der Kulturgemeinschaft Fellbach angekündigt. Details finden sich auch im nachfolgenden Pressetext aus der Feder der Vorsitzenden Christa Linsenmaier-Wolf.

 

Die Kulturgemeinschaft Fellbach hat trotz Corona für den Herbst wieder ein attraktives Programm aufgelegt. Die Wahl größerer Räume erlaubt es, die gültigen Abstandsregeln einzuhalten.
Endlich, hoffentlich: Der lange geplante Hölderlinabend wird wahr, und zwar am Sonntag, 22. November 2020, um 18 Uhr, im Hölderlinsaal der Schwabenlandhalle. Zum 250. Geburtstag des Dichters entsteht aus Gedichten, Briefen und anderen Zeugnissen ein literarisches Lebensbild. Hölderlins Bedeutung als Schriftsteller, philosophischer Kopf und politisch denkender Zeitgenosse wird dem Publikum nahegebracht: lebendig, anrührend, faszinierend. Die außergewöhnlichen Interpreten Barbara Auer, Matthias Habich, Klaus Hemmerle vermitteln die Sprengkraft und Aktualität von Hölderlins Dichtung. (Die Top-Schauspielerin Barbara Auer hat zuletzt den Deutschen Fernsehpreis „Beste Darstellerin“ für den Dreiteiler „Preis der Freiheit“ erhalten.) Assoziationsräume öffnet die von den Jazz-Musikern Ull Möck, Klavier, und Peter Lehel, Klarinette, Saxofon, arrangierte Musik. Textauswahl, Konzeption und Organisation besorgte Christa Linsenmaier-Wolf unter dem Dach des Literatursommers der Baden-Württemberg Stiftung.
Viele Karten wurden bereits vor Corona gekauft. Diese müssen, um ihre Gültigkeit zu behalten, gegen neue eingetauscht werden, weil die Plätze nun nummeriert sind, denn die Corona-Verordnung sieht feste Plätze vor. Der Umtausch dieser bereits erworbenen Karten beginnt am Samstag, 26. September, beim i-Punkt. Der Neuverkauf startet zwei Wochen später am Samstag, 10. Oktober 2020. Da es möglich ist, zu zweit nebeneinander zu sitzen, sollte man dies bitte bei Umtausch, bzw. Erwerb angeben. Im Nachhinein sind keine Änderungen mehr möglich.
Ein weiterer Höhepunkt erwartet die Besucher bereits am Samstag, 7. November 2020, in der großräumigen Alten Kelter, in der eine Hälfte bestuhlt wird: „Songs und Lieder zur Nacht“ heißt das Programm, das eigens für die Kulturgemeinschaft aufgelegt wird. Die Leidenschaft des Tenors Matthias Klink für gute Musik kennt keine Grenzen. Seit der Gründung seiner Band Jabb („Just another Bluesband“) rockt der Kammersänger zusammen mit Natalie Karl, seiner Frau, die Bühnen auch außerhalb des Opernbetriebs (Foto oben: Ingrid Sachsenmaier). Special Guest ist diesmal der Pianist Frédéric Sommer. Das „Nacht“-Programm versammelt legendäre Titel der Pop-Geschichte (von Ben E. King, den Beatles, den Stones bis hin zu Joan Baez und Eric Clapton) ebenso wie klassische Lieder. Geheimnisvoll, leidenschaftlich, besinnlich, melancholisch dunkel – die Stimmungen, die sich mit der Nacht verbinden, sind so vielfältig wie die Musik, die sich an der anderen Seite unserer Existenz entzündet. Um die Nachfrage bei begrenzter Platzzahl bedienen zu können, stehen am selben Abend zwei Vorstellungen zur Wahl: um 17 Uhr und um 19.30 Uhr. Der VVK beginnt am Samstag, 17. Oktober 2020, beim i-Punkt. Der Eintritt kostet 19 €, Mitgliederzahlen 16 €.
In der Reihe „Neuerscheinungen“ liest die bekannte Schriftstellerin mit ungarischen Wurzeln Zsuzsa Bánk am Mittwoch, 25. November 2020, 19 Uhr, im Großen Saal des Rathauses aus ihrem neuen Buch „Sterben im Sommer“. Sie erzählt davon, wie es ist, wenn man einen geliebten Menschen verliert, den Vater. Noch einmal gemeinsame Sommertage am Balaton, dann Rückkehr nach Frankfurt und langsamer Abschied. Eine berührende Elegie, ein genauer Erfahrungsbericht, voll Erinnerungen auch an Ungarn und die Zeit, in der die Familie das Land verließ. Der Vorverkauf beim i-Punkt beginnt am 10. Oktober. Die Lesung wird von Christa Linsenmaier-Wolf moderiert und von der Péter Horváth Stiftung gefördert.

Zum Auftakt des Programms im September führt die Reihe „Altes
Handwerk im Ort“ zum letzten Mal in die Werkstatt des Setzers und Buchdruckers Siegfried Kaiser. Beim Ortstermin am 12. September in der Edisonstraße 3 weiht er die Besucher in die Kunst des Bleiletter-Handsatzes wie zu Gutenbergs Zeiten ein und lässt sie sogar ihren eigenen Namen setzen. Die Veranstaltung ist leider ausgebucht. Ebenfalls ausgebucht sind beide Termine für die Führungen im Park der Villa Berg, der um 1850 zusammen mit der Villa vom Kronprinzenpaar angelegt wurde. Der Fellbacher Landschaftsarchitekt Hermann Eisele erläutert deren wechselvolle Geschichte und gibt Einblick in aktuelle Pläne zur Umnutzung. „Weihnachtliches aus Ton“ können Erwachsene, Kinder und Familien bei einem Workshop in der Kunstschule am Samstag, 14. November, selbst herstellen. Anmeldungen nimmt die Geschäftsführerin Monika Schoknecht entgegen: monika.schoknecht@tu-dortmund.de