Aktuell

„Ausgesprochen vielversprechend“

Das Neujahrskonzert mit 120 Besucherinnen und Besuchern im großen Saal des Fellbacher Rathauses findet in der Fellbacher Zeitung eine überaus positive Resonanz. Vier junge Musiker – Stipendiaten der Yehudi-Menuhin-Stiftung – hatten ein frisches und beschwingtes Programm zusammengestellt und dem Publikum damit einen kurzweiligen Abend beschert. Es war das erste offizielle Konzert des neuen Jahres in Fellbach.  Die Vorsitzende der Kulturgemeinschaft Fellbach, Christa Linsenmaier-Wolf, kündigte angesichts der gelungenen Premiere an, künftig verstärkt jungen Solisten ein Podium zu geben.

 

„Gesundheit first“

Aus dem aktuellen Mitglieder-Rundbrief der Vorsitzenden Christa Linsenmaier-Wolf:

zum neuen Jahr wünsche ich Ihnen alles erdenkliche Gute, Gesundheit „first“, dann kommt der Rest in der Regel von alleine. Uns allen wünsche ich, dass der Begriff Corona im Jahr 2022 langsam aber sicher seine Dominanz über den öffentlichen und privaten Diskurs verlieren wird. Dies wird dann der Fall sein, wenn das Virus auch mit vereinten Kräften zurückgedrängt sein wird. Darauf können wir uns freuen, auch wenn das individuelle Glück von vielen anderen Faktoren abhängt.
An dieser Stelle (und es ist schwierig, eine richtige Stelle zu finden) will ich allen, die es vielleicht noch nicht wissen, sagen, dass Knut Matzen, der lange Jahre Mitglied auch in der Kulturgemeinschaft war, am 23. Dezember 2021 gestorben ist. Er war ein Original, ein Menschenfreund, ein Tierfreund, ein Freund der Kultur. In verschiedenen Funktionen engagierte er sich für die Stadtgesellschaft. Darüber hinaus trat er mit seiner unverwechselbaren Persönlichkeit und seinen humorvollen Beiträgen in Erscheinung und mischte sich ein. Man kann sich Fellbach ohne ihn ganz schwer vorstellen. Auch wir werden ihn vermissen und uns dankbar an ihn erinnern. Gewiss hätte er uns, rührig wie er war, ermuntert, mit unserem ehrenamtlichen „G’schäft“ fortzufahren.
Wenn alles mit rechten Dingen zugeht, werden wir „unser kleines Neujahrskonzert“ am  Sonntag, 9. Januar, um 17 Uhr, im Großen Saal des Rathauses wohl durchführen können. Die Nachfrage ist bereits lebhaft, und die Künstler freuen sich sehr auf den Auftritt. Karten gibt es im VVK beim i-Punkt und kosten für Mitglieder nur 8 €. Folgende Vorgaben müssen wir laut aktueller Verordnung erfüllen:

  • Besucher, die dreimal geimpft (geboostert) sind, benötigen keinen zusätzliche Test.
  • Wer zweifach geimpft ist, benötigt dann einen zusätzlichen Test, wenn seine Impfung länger als drei Monate zurückliegt, (Das ist neu.)
  • Wer genesen ist, benötigt ebenfalls einen zusätzlichen Test, wenn die Feststellung der Erkrankung länger als drei Monate zurückliegt.
  • Bitte bringen Sie als Impfnachweis den QR-Code mit – entweder in gedruckter Form oder auf Ihrem Handy.
  • Die Ausweise müssen wir leider auch überprüfen, wobei dies mehr eine Formalie ist – meist kennen wir ja „unsere Pappenheimer“.
  • Die aktuelle Corona-Verordnung schreibt überdies FFP-2-Masken nun zwingend vor. Ich halte das auch für vernünftig.

Wenn alle diese Stationen durchlaufen sind, erwartet uns ein feines Konzert mit jungen, hoch motivierten Interpreten: zwei Akkordeonisten, einer Sängerin, einer Pianistin und wunderbaren Arien, Liedern, Stücken und hoffentlich viel Heiterkeit.

 

Vielfältiges Programm aufgelegt

Aus dem aktuellen Mitglieder-Rundbrief der Vorsitzenden Christa Linsenmaier-Wolf:

Trotz der Pandemie konnten wir im zu Ende gehenden Jahr viele schöne kulturelle Erlebnisse und interessante Erkenntnisse einem größeren Publikum vermitteln. Und es war zu spüren, dass Kultur für Menschen ein Lebenselixier ist. Deshalb haben wir für das neue Jahr 2022 wieder ein vielfältiges Programm aufgelegt, das wir hoffentlich verwirklichen dürfen. Als Mitglieder erhalten Sie in der Regel vergünstigten Eintritt.

Jasmin Hofmann

Bereits am Sonntag, 9. Januar 2022, um 17 Uhr starten wir schwungvoll ins Neue Jahr – mit „unserem kleinen Neujahrskonzert“, einer Premiere im Rathaussaal. Vier junge hoch begabte Interpreten sorgen für gute Laune. Die Mezzosopranistin Jasmin Hofmann mit ihrer Partnerin am Flügel lassen Arien aus Oper und Operetten (von Bizet, Strauß und Lehár) sowie Lieder und Chansons erklingen. Auf dem Akkordeon beweisen ihre Klasse Sinisa Ljubojevic und Arseniy Strokovskiy mit Stücken u.a. von Vivaldi („Der Winter“ aus den „Vier Jahreszeiten“), Tangos von Astor Piazolla und temperamentvollen volkmusikalischen Stücken aus Ungarn, Serbien und Russland. Mackie Messer kommt auch ums Eck. Und das Gläschen Sekt denken wir uns dazu.

Einige Vorsichtsmaßnahamen sind zu beachten. Den Saal werden wir max. zur Hälfe belegen. Zutritt ist nur für dreifach Geimpfte und doppelt Geimpfte möglich, sofern deren Impfung nicht länger als sechs Monate zurückliegt. Wer vor mehr als einem halben Jahr geimpft wurde, muss zusätzlich einen Test mitbringen. Der gelbe Impfpass reicht als Nachweis nicht mehr aus, weil es leider etliche Fälle von Fälschungen gab. Gültig ist der QR-Code, ob auf dem Handy oder in ausgedruckter Form. Ganz geschickt finde ich eine Art Scheckkarte, die den QR-Code trägt. Man kann sie sich in manchen Apotheken besorgen. Bitte auch den Personalausweis nicht vergessen. Besonders gut schützen nach aktuellen Studien FFP-Masken, die ich Ihnen dringend empfehle. Die blauen OP-Masken neigen dazu, zu verrutschen.

Es tut mir leid, dass ich Sie mit diesen Vorgaben plagen muss. Uns kostet es ebenfalls viel Mühe, die Nachweise zu überprüfen. Deshalb bin ich den inzwischen versierten Helferinnen und Helfern am Einlass sehr dankbar. Und wenn alle ein bisschen Geduld und Fröhlichkeit mitbringen, sollte es uns gemeinsam gelingen, das neue Jahr zuversichtlich zu begrüßen. Die jungen Künstler haben das Programm extra für diesen Anlass zusammengestellt und freuen sich sehr auf das Konzert.

Der Vorverkauf läuft seit 20. Dezember 2021 beim i-Punkt. Der Eintritt kostet für Mitglieder nur 8 €. Der i-Punkt gibt Ihnen Formulare mit, die Sie bitte ausgefüllt am Nachmittag mitbringen mögen. Das erleichtert allen Beteiligten die Abläufe sehr.

Ich würde mich sehr freuen, Sie am 9. Januar willkommen heißen zu dürfen! Hoffentlich macht uns die Pandemie keinen dicken Strich durch die Rechnung. Unseren Flyer fürs erste Halbjahr 2022 schickt Ihnen Monika Schoknecht in der kommenden Woche zu. Gerhard Brien hat ihn auf unserer Homepage als PDF schon bereitgestellt. Wenn Sie neugierig sind, einfach herunterladen.

Wenn Sie gerne etwas mitteilen möchten, melden Sie sich bei mir mit Lob, Anregungen, Kritik oder auch Lektüre-Empfehlungen für die Weihnachtszeit, die ich gerne weiterleite. Ich lese gerade von Helga Schubert das schöne Buch „Vom Aufstehen“, mit dem sie 80-jährig den Bachmann-Wettbewerb gewann. Empfehlenswert der ruhige Ton, in dem sie schreibt, – auch als Gegensatz zu den Hiobsbotschaften und Aufgeregtheiten, die uns viele zu lange schon umtreiben

 

 

 

Gelungener Kraftakt des Kammerorchesters

Das Fellbacher Kammerorchester hat mit seinem Konzert am ersten Advent den Veranstaltungsreigen der Kulturgemeinschaft in diesem Jahr abgeschlossen. Pandemiebedingt musste anderes abgesagt werden. Und auch für das Kammerorchester wurde der Konzertabend zum Kraftakt – kurzfristig mussten neue Corona-Regeln beachtet, das Konzert für jeweils reduziertes Publikum zwei Mal gespielt werden. Der Reporter der Stuttgarter und Fellbacher Zeitung berichtete dennach über eine gelungene Premiere des neuen Dirigenten und eine insgesamt hervorragende bis brillante Vorstellung des Kammerorchesters.

Zwei Veranstaltungen in der Zeitung

Mit zwei Veranstaltungen hat die Kulturgemeinschaft am ersten Novemberwochenende  das Kulturleben in Fellbach bereichert. Über beide Veranstaltungen haben die Stuttgarter Zeitung und die Fellbacher Zeitung ausführlich mit Bild berichtet. Es handelt sich um Kriminalgeschichten rund um den Wein, passend präsentiert im historischen Fasskeller des Weinguts Heid. Ebenso sehr gut besucht war das Klezmer-Konzert in der Lutherkirche, das die Kulturgemeinschaft begleitend zu den jüdischen Kulturwochen Stuttgart präsentierte.

Gute Nachrichten

Der Kulturgemeinschaft geht es trotz der massiven Einschränkungen durch die Corona-Pandemie recht gut. Das ist in der Mitgliederversammlung des Vereins deutlich geworden. Das Fellbacher Kammerorchester hat die Veranstaltung mit Mozart wohlklingend eingeleitet. Bei der Gelegenheit hat sich der sympathische neue junge Dirigent des Orchesters vorgestellt. Die Stuttgarter und Fellbacher Zeitung berichteten ausführlich darüber.

Ein Abend zum Träumen und Genießen, so empfand die Reporterin der Fellbacher Zeitung den Liederabend mit Thomas Scharr und Götz Payer im Konzertsaal der Musikschule. In der freundlichen Besprechung des Konzerts erfuhren die Leserinnen und Leser ganz nebenbei vieles aus dem Leben von Thomas Scharr.  Der Bariton lebt in Fellbach.

Exkursion für die Titelseite

Der Bericht über eine Exkursion der Kulturgemeinschaft hat es zum Hauptartikel auf Seite eins des Fellbacher Lokalteils der Stuttgarter Zeitung geschafft. Der frühere Fellbacher Baubürgermeister Dr. Eckart Rosenberger hat den Teilnehmern die städtebauliche Entwicklung in der Stadtmitte von Fellbach näher gebracht. 

Hölderlins Würdigung in der Presse

Mit einer geradezu überschwenglichen Besprechung ist die Kulturgemeinschaft mit ihrer Veranstaltungen vom 29. August in der Stuttgarter Zeitung und der Fellbacher Zeitung präsent. Der mehrfach verschobene Hölderlin-Abend riss die Reporterin zu höchstem Lob über die Ausführung der Akteure – „eine geniale Besetzung“ –  und die akribische Vorbereitung durch die Kulturgemeinschafts-Vorsitzende Christa Linsenmaier-Wolf hin. Der Abend wurde aufgezeichnet. Und man denkt über eine Wiederholung nach.

Doppelschlag in der Fellbacher und Stuttgarter Zeitung

Gleich zwei Mal ist die Kulturgemeinschaft mit ihren Veranstaltungen vom 11. und 12. Juli 2021 in der Stuttgarter Zeitung und der Fellbacher Zeitung präsent. Die erste große Indoor-Veranstaltung in Fellbach am Samstag in der Schwabenlandhalle mit Matthias Klink findet rundweg Begeisterung beim Publikum und beim Reporter, der von einem „sensationellen Abend“ schreibt. Und von der Lyrik-Veranstaltung am Sonntag auf dem Alten Fried sind die Besucher „begeistert und beseelt“ nach Hause gegangen, schreibt die Reporterin.

Meister ihres Fachs

Zum Ortsjubiläum: Vortrag von Christian Schoen über Donato Giuseppe Frisoni und Leopoldo Retti, lombardische Baumeister, die in Oeffingen begraben wurden

Mit der Trilogie „Meister ihres Fachs“ erinnert die Kulturgemeinschaft Fellbach im Rahmen der 900-Jahr-Feier Fellbachs an bedeutende Persönlichkeiten mit Bezug zu den drei Ortsteilen Alt-Fellbach, Schmiden und Oeffingen. Nachdem der erste Beitrag Pfarrer Maickler gewidmet war, beschäftigt sich der zweite Vortrag mit den Baumeistern Donato Giuseppe Frisoni (1683-1735) und Leopoldo Retti (1704-1751). Sie wurden beide in Oeffingen begraben, weil das Dorf zum Domkapitel Augsburg gehörte und eine katholische Enklave im evangelischen Württemberg bildete. Nur hier und im ebenfalls katholischen Hofen durften Menschen katholischen Glaubens die Sakramente empfangen.

Am Donnerstag, 22. Juli, um 19 Uhr, spricht der Kunsthistoriker Dr. Christian Schoen in der Christus-König-Kirche Oeffingen, Hauptstraße 23, zum Thema  „Lombardische Baumeister in Württemberg und Franken“ und veranschaulicht in Bildern deren wichtigste bauliche Zeugnisse. Auch zeichnet er das weit verzweigte Netz italienischer Künstlerfamilien nach, die den Spätbarock in Württemberg und Franken prägten. Onkel Frisoni und Neffe Retti stammten beide aus Laino, einem kleinen Ort zwischen dem Luganer und dem Comer-See. Frisonis Weg führte über Wien und Prag zu einem der größten Bauvorhaben jener Zeit: dem Ludwigsburger Schloss, das er im Auftrag Eberhard Ludwigs erbaute.  Der talentierte Leopoldo Retti erhielt vom Onkel wie schon seine älteren Brüder seine Ausbildung. Schnell machte Retti Karriere, wurde 1726 zum herzoglich-württembergischen Baumeister berufen, um schließlich an den Ansbacher Hof zu gehen. Während Frisoni Ludwigsburg die Treue hielt, zeichnete sich Retti vor allem als Baumeister der Residenz des Markgrafen Brandenburg-Ansbach aus. Mit dieser Expertise lieferte Retti später auch einen Entwurf für das Karlsruher Schloss. Der Bau des Stuttgarter Neuen Schlosses war schließlich Rettis letzte große Aufgabe. Sein plötzlicher Tod 1751 ließ ihn die Fertigstellung nicht mehr erleben. Auf dem Teil des alten Oeffinger Friedhofs, wo beide beerdigt wurden, wurde Anfang der 1970er Jahre Jahren das Gemeindezentrum erbaut. Die originalen, stark verwitterten Grabmale findet man heute an der Kirche dem Pfarrgarten zu. Im Jahre 1965 beauftragte das Landesamt für Denkmalpflege den Bildhauer Eberhard Unkauf mit einer Kopie des gemeinsamen Denkmals. Dieses wurde dem Friedhof nahe dem Kirchturm aufgestellt.

Dr. Christian Schoen, 1970 in Marburg geboren, ist Kunsthistoriker, Kurator und Vorsitzender des Retti-Fördervereins Ansbach, der sich der Renovierung des Retti-Palais. widmet. Seine Forschungsschwerpunkte sind u.a. Dürer und Auguste Rodin sowie aktuelle Kunstphänomene. Als Kommissar war er für den isländischen Pavillon auf der Biennale di Venezia 2007 und 2009 verantwortlich.

Treffpunkt ist um 18.30 Uhr beim Denkmal auf dem Oeffinger Friedhof, wo der ortskundige Manfred Kaiser die Spuren Frisonis und Rettis in Oeffingen erläutert.   Der Eintritt ist frei. Kostenlose Eintrittskarten sind ab 12. Juli beim i-Punkt Fellbach und in Oeffingen bei der Bäckerei Gaier erhältlich. In der weiträumigen Kirche finden auch mit Abstand zahlreiche Personen Platz. Sofern die Inzidenz unter 35 bleibt, wird lediglich gebeten, dauerhaft die Abstände einzuhalten und in der Kirche eine medizinische Maske zu tragen.

 

 

Kultur  –  open air

Neuer Anlauf mit Hölderlin

„Aber wohin denn ich?“ – heißt passenderweise ein Vers aus Hölderlins Ode „Abendphantasie“, denn es ist ihm auch posthum nicht recht vergönnt, gewürdigt zu werden. Unser „Literarisches Lebensbild“ kann selbst beim dritten Anlauf nicht stattfinden. Den 15. Mai müssen wir streichen. Es ist ein Jammer. Was tun, war die bange Frage auch an die prominenten Mitwirkenden, die den langen Weg mitgegangen sind. Ein Streaming hielten wir im Falle Hölderlins nicht für angemessen. Deshalb wollen wir es noch einmal versuchen: am Sonntag, 29. August, um 18 Uhr – erneut im Hölderlinsaal der Schwabenlandhalle und voraussichtlich noch mit Abstandsregeln. Eigentlich sollten bis dahin die meisten geimpft sein…
Bereits erworbene Karten bleiben gültig. Wer absieht, dass er/sie andere Pläne hat, möge die Karten bitte bis Mitte Juni beim I-Punkt zurückgeben und bekommt den Eintritt erstattet oder kann ihn gegebenenfalls spenden. Ab Mitte Juli beginnt – auf Sichtweite zum Ereignis – der Weiterverkauf der restlichen Plätze.  Erfreulich ist, dass viele Interessenten unsere Online-Angebote aufrufen – eine kleine Entschädigung in dieser sonst dürftigen Zeit.

 

Lesung und Gespräch mit Iris Wolff gestreamt

Inzwischen vielfach ausgezeichnet wurde die Schriftstellerin Iris Wolff, die in der Reihe „Neuerscheinungen“ für Mittwoch, 28. April 2021, eingeladen war. Tatsächlich ist Iris Wolff am 28. April von Freiburg nach Fellbach gereist, ihren Roman „Die Unschärfe der Welt“ im Gepäck. Die Lesung fand nicht wie geplant vor Publikum in der Stadtbücherei statt, sondern wurde nachmittags im Rathausaal aufgezeichnet und ist seit Mittwochabend auf der Homepage der Kulturgemeinschaft  zu sehen  (Start per Mausklick auf das Bild).  Der Zugang ist kostenfrei.

Das Publikum an den Bildschirmen erlebt eine lebendige Stunde, in der sich Lesung und Gespräch mit Christa Linsenmaier-Wolf abwechseln. Iris Wolff hat viel zu erzählen. 1977 in Hermannstadt, Siebenbürgen, geboren, siedelte sie 1985 mit ihrer Familie nach Süddeutschland um. Zu der Zeit herrschte in Rumänien der berüchtigte spätstalinistische Diktator Ceausescu, dessen System der Bespitzelung und Unterdrückung in besonderem Maß die deutschsprachige Minderheit in Siebenbürgen und im Banat betraf. Von Zeitgeschichte geprägt und deshalb auch historisch interessant ist das gesamte bisherige Werk Iris Wolffs. Noch nie habe jemand „Geschichte so schön zum Schweben“ gebracht, schrieb die Stuttgarter Zeitung über „Die Unschärfe der Welt“. Über mehrere Generationen hinweg lässt die Autorin in bildkräftigen Schilderungen die bewegte Geschichte einer Familie im rumänischen Banat lebendig werden. Die Veranstaltung wird gefördert vom Deutschen Literaturfonds im Rahmen von „Neustart Kultur“ und vom Verlag Klett Cotta unterstützt

 

 

„Architektur in der Stadtmitte“ verschoben

Die Dynamik der Pandemie hält die Kulturgemeinschaft in Trab. Der von langer Hand geplante Stadtspaziergang zum Thema „Architektur der Stadtmitte“ mit Dr. Eckart Rosenberger konnte leider nicht wie geplant am 24. April stattfinden. Die Nachfrage für die als Auftaktveranstaltung der Kulturgemeinschaft zum Ortsjubiläum geplante Veranstaltung war bereits stark. Gemeinsam mit dem ehemaligen Baubürgermeister Fellbachs und profilierten Experten für zeitgenössische Architektur wurde ein neuer Termin im Herbst gefunden, der voraussichtlich eine etwas größere Teilnehmerzahl und anschließende Einkehr in eine Lokalität zulässt: Samstag, 16. Oktober 2021, 14 Uhr. Nähere Informationen erfolgen zeitnah.

 

Livestream und Programmheft zum Liederabend

Für den Liederabend, den wir gemeinsam mit der Internationalen Hugo-Wolf-Akademie am 9. April veranstaltet haben, gibt es ein umfangreiches Programmheft zum Download. Ursprünglich für Publikum geplant, mussten wir ihn wegen Corona ins Internet verlegen.  Das Programmheft ist umfassend und enthält Informationen zu den jungen Interpreten ebenso wie die Texte der Lieder. Die Mehrzahl sind Mörike-Vertonungen von Hugo Wolf und erweisen wieder einmal die vielfältigen Facetten und Stimmungen, die Mörike poetisch zu zaubern verstand. Bei den jungen Gesangssolisten und ihren Begleitern am Klavier handelt es sich um vielfach preisgekrönte Interpreten, die Ihnen auch am Bildschirm zuhause ein Hörvergnügen bereiten werden. Für den guten Ton, der beim Streaming sonst nicht immer selbstverständlich ist, sorgte der SWR, der den Abend auch aufzeichnete.

 

 

Aufzeichnung der Vortragsveranstaltung mit Dr. Michael Blume

Rund 300 Interessierte haben am 28. Januar den Livestream der Vortragsveranstaltung  „Verschwörungsmythen in Corona-Zeiten“ mit Dr. Michael Blume an den Bildschirmen verfolgt. Vor  dem Antisemitismusbeauftragten des Landes  sprachen die Fellbacher Oberbürgermeisterin Gabriele Zull und die Vorsitzende der Kulturgemeinschaft Fellbach Christa Linsenmaier-Wolf. Der Vortrag fand im Rahmen der Reihe „Themen der Zeit“ im Programm der Kulturgemeinschaft in Zusammenarbeit mit der Stadt Fellbach und der Landeszentrale für politische Bildung statt. Er war ursprünglich als Präsenzveranstaltung geplant. Dr. Blume beantwortete zahlreiche Fragen des Publikums, die über das Internet in den Rathaussaal geschickt wurden.

Der promovierte Religions– und Politikwissenschaftler Michael Blume ist ein engagierter Vertreter des interkulturellen Dialogs. 2000 organisierte er das erste jüdisch-christlich-islamische „Abrahamsfest“ in Deutschland. Im Staatsministerium übernahm er 2015 die Leitung des „Sonderkontingents Nordirak“, das sich vor allem der Rettung jesidischer Kinder und Frauen aus dem Kriegsgebiet widmete. 2018 wurde er von der Landesregierung zum Antisemitismusbeauftragten ernannt und hat seitdem viel bewegt. 2019 publizierte er über die Frage „Warum der Antisemitismus uns alle bedroht“, worin er aufzeigt, wie neue Medien alte Verschwörungsmythen aufgreifen und so verstärken können, dass daraus Gefahren für die Demokratie erwachsen. Als aktuellen Beitrag zur Krise veröffentlichte er 2020 ein Buch zum Thema „Verschwörungsmythen – woher sie kommen, was sie anrichten und wie wir ihnen begegnen können“.