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Beethoven-Trilogie
zum Auftakt des Beethoven-Jubiläums

Im Jahr 2020 feiert die Musikwelt den 250. Geburtstag Ludwig van Beethovens, der im Dezember 1770 in Bonn geboren wurde und 1827 in Wien starb. Der Komponist und Pianist gilt als Revolutionär der Tonkunst. Er führte die Wiener Klassik zur Blüte und bahnte der Musik der Romantik den Weg.

Zum Auftakt des Jubiläumsjahrs setzen Kulturgemeinschaft und Kammerorchester Fellbach einen kleinen aber feinen Akzent. Die Trilogie besteht aus einem Überblicksvortrag, einem spannenden Konzertprojekt für Orchester und Pianisten im großen Rahmen der Schwabenlandhalle und einem Kinderangebot.  

„Wahre Kunst ist eigensinnig“ – so lautet das Motto eines einführenden Vortrags über „Beethoven – sein Leben und seine Musik“, der am Donnerstag, 6. Februar 2020 um 19 Uhr im Hansel-Mieth-Saal der Volkshochschule stattfindet. Die in Fellbach bestens bekannte Stuttgarter Musik- und Literaturwissenschaftlerin Ute Harbusch beleuchtet Leben und Werk des Komponisten im Kontext einer Umbruchszeit und arbeitet die Ideen und Ereignisse heraus, die seine Entwicklung prägten. Beethoven, das wird deutlich, war der erste freie Komponist der Musikgeschichte. Ohne feste berufliche Bindungen und ohne mäzenatische Unterstützung fand er allein durch seine Kunst Auskommen und Anerkennung. Zugleich wies er der Musik durch eine selbstbewusste, „eigensinnige“ Gestaltung eine neue, revolutionäre Richtung. Begleitend zum Vortrag lassen Hörbeispiele aus seiner Kammermusik und den Orchesterwerken den neuen „Ton“, den Beethoven in die Musik einführte, erfahrbar werden.

Das Fellbacher Kammerorchester ist dafür bekannt, dass es unter seinem Leiter Thomas Schäfer einen zeitgemäßen Zugang auch zu klassischen Werken sucht, um sie einem heutigen Publikum näher zu bringen. “Beethoven-Kaleidoskop – Ein musikalisches Porträt“ ist das Konzert am Samstag, 28. März 2020 um 19 Uhr im Hölderlinsaal der Schwabenlandhalle überschrieben, das Kompositionen aus verschiedenen Schaffensperioden des Meisters bietet – in Originalbesetzungen und in heutigen Bearbeitungen. Wie in einem Kaleidoskop blitzen somit verschiedene Perspektiven auf: etwa mit dem Kopfsatz der Mondscheinsonate in einer Fassung für Streichorchester oder einem Auszug aus der Symphonie Nr. 2 D-Dur. Höhepunkt des Programms ist das Klavierkonzert Nr. 4 G-Dur, das mit seiner Verschmelzung von Sinfonie und Klavierkonzert Beethovens wichtigsten Beitrag zur Gattung des Klavierkonzerts darstellt. Den Klavierpart übernimmt der international renommierte Pianist Florian Wiek, Professor für Klavier an der Musikhochschule Stuttgart, der zudem mit dem Orchester das Rondo in B-Dur zu Gehör bringt. Ein weiterer Baustein des farbenreichen Programms ist die Uraufführung einer „Beethoven-Reflexion“, die der junge Komponist Friedrich Stockmeier eigens für den Abend komponiert. In einem Gespräch um 18 Uhr führen Dirigent, Solist und Komponist der Uraufführung in das Konzert ein.

Die Beethoven-Trilogie wird abgerundet durch ein Konzert für Kinder. Am 11. März um 10 Uhr ist der Verein Liedkunst-Kunstlied e.V. Stuttgart in der Musikschule zu Gast. Der Musikpädagoge Thomas Sträßer und die Pianistin Elisabeth Föll geben den Klassen 3 und 4 der Silcherschule einen Einblick in Beethovens Welt – informativ und spielerisch. Denn die Kinder können an der Aufführung teilnehmen – singen und auf einfachen Instrumenten spielen.   

Der Eintritt für den Vortrag am 6.2. kostet 5 €, Schüler und Studenten haben Eintritt frei. Karten für das Konzert am 28.3. sind für 22 € erhältlich. Mitglieder der Kulturgemeinschaft zahlen 15 €, Schüler, Studenten und Menschen mit Behinderung 10 €. Karten gibt es beim i-Punkt Fellbach, Telefon 0711/58 00 58.